Was ist Verhaltenstherapie?

Als Verhaltenstherapeutin gehe ich davon aus, dass alle Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle im Laufe des Lebens erlernt werden und sich daher auch wieder verändern lassen. Im Mittelpunkt der Behandlung stehen dabei die aktuellen Schwierigkeiten und Belastungen. Gemeinsam werden Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten erarbeitet sowie individuelle Lösungswege entwickelt. Ziel ist es, hilfreiche Strategien zu fördern, belastende Muster zu verändern und den Umgang mit schwierigen Situationen zu verbessern.

Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung schafft einen sicheren Rahmen für Veränderung. Veränderungsbereitschaft, eine aktive Mitarbeit und regelmäßige Teilnahme sind hierbei eine wichtige Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Bei Kindern und Jugendlichen werden dabei das familiäre Umfeld sowie wichtige Bezugspersonen in den therapeutischen Prozess einbezogen. Die Therapie orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen des Kindes oder Jugendlichen und soll dabei unterstützen, eine positive Entwicklung und mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

Bevor eine Therapie beginnen kann, lernt man sich zunächst kennen und gewinnt einen ersten Eindruck über die aktuellen Schwierigkeiten, die persönliche Entwicklung sowie die individuellen Ziele der Therapie. Im Rahmen der ersten Gespräche findet zudem eine diagnostische Abklärung statt. Dabei wird gemeinsam erarbeitet, ob eine behandlungsbedürftige Problematik vorliegt und ob eine Psychotherapie empfohlen wird.
Auf Grundlage dieser Informationen wird ein individuelles Verständnis der Problematik entwickelt und ein Behandlungsplan erstellt. Anschließend beginnt die eigentliche Therapie, die sich an den persönlichen Bedürfnissen und Zielen orientiert.

In den Therapiesitzungen werden neue Denk- und Verhaltensweisen erarbeitet, hilfreiche Bewältigungsstrategien eingeübt und vorhandene Stärken und Ressourcen gefördert. Dabei kommen altersgerechte Methoden zum Einsatz. Je nach Alter und Anliegen können beispielsweise Gespräche, spielerische Elemente, Übungen oder praktische Aufgaben für den Alltag Bestandteil der Therapie sein.

Die Zusammenarbeit mit Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen stellt einen wichtigen Bestandteil der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie dar. Regelmäßige Elterngespräche können dazu beitragen, Veränderungen im Alltag zu unterstützen und den Therapieerfolg zu fördern.

Die Dauer einer Verhaltenstherapie richtet sich nach dem individuellen Behandlungsbedarf und wird gemeinsam im Verlauf der Therapie abgestimmt.
In der Regel finden wöchentliche Termine mit einer Dauer von 50 Minuten statt. Die Abstände können nach Bedarf kurzzeitig erhöht oder vor allem zum Ende hin erweitert werden.